
Seit kurzem betreibe ich den Weblog „Clements Verkehrsnachrichten“. Der Carl-Auer-Verlag hat mich eingeladen, aktuelle Studien, Nachrichten, Ereignisse zum Thema Sex&Partnerschaft zu kommentieren. Zu finden ist der Blog hier.
Ulrich Clement stellt sein Konzept systemischer Sexual- und Paartherapie vor, das nicht die sexuelle Funktion, sondern die Differenz sexuellen Begehrens beider Partner in den Mittelpunkt stellt.
Weitere Informationen hier.
Schwerpunkt dieses Seminars ist die spezifische Dynamik der Mann-Frau-Beziehung.
Dabei geht es um die Frage, wie sich „typisch männliche“ und „typisch
weibliche“ Verhaltensmuster in der Sexualität zeigen und wie diese sich
gegenseitig stabilisieren und aufrechterhalten. Theoretische Ansätze aus
der Verhaltensbiologie, der Kulturanthropologie und der
Psycholinguistik werden für die Anwendung der systemischen
Sexualtherapie übersetzt.
Neue Interventionen aus der Toolbox der klassischen und systemischen
Sexualtherapie werden vorgestellt. Für die individuelle Behandlung
männlicher und weiblicher KlientInnen mit Sexualstörungen werden
spezielle Interventionen vorgestellt und geübt.
Systemische Sexualtherapie ist ressourcenorientiert. Damit verabschiedet
sie sich nicht nur von einem klassischen Triebmodell, sondern auch von
der einfachen Formel „Sex ist Beziehung“. Vielmehr konzentriert sie sich
auf das ambivalente Spannungsfeld zwischen sexuellen Wahlmöglichkeiten
und dem angstvollen Widerstand dagegen. Diese Ressourcen werden deshalb
nicht genutzt, sondern gehen in bitteren Paarkonflikten verloren. So
wird der therapeutische Zugang zur Sexualität durch Vorwürfe und alte
Rechnungen verhindert. Die therapeutische Kunst, um von den Vorwürfen zu
den Ressourcen zu gelangen, stellt besondere Anforderungen an eine
aufmerksame, wie neutrale Haltung der Therapeuten.
Dr. John Gottman und Dr. Julie Schwartz-Gottman (USA) vermitteln in diesem zweitätigen Level-1
Training die Grundlagen für die Paartherapie nach ihrer eigenen Methode. In
diesem inspirierenden Workshop werden neue Erkenntnisse über
behavioral-systemische Paartherapie vermittelt, die sich auf evidenzbasierte Daten und
Interventionen stützt.
Das Seminar wird durch eine Kombination aus Vortrag, Lehrfilmen und
Videoanalysen von therapeutischen Sitzungen mit Paaren gestaltet. Mit der Gottmann-Methode lernen Paare ihre Verletzungen zu heilen, ihre Konflikte zu bewältigen, ihre Intimität zu vertiefen, ihre unbewussten Träume und
Sinnbedürfnisse zu entdecken und schließlich einem Rückfall entgegenzuwirken.
Die Teilnehmer erhalten ein 300 Seiten umfassendes Workshopmanual, das den
New Relationship Assessment Fragebogen und zahlreiche klinische Interventionen
enthält.
Hypnotherapie wie Sexualtherapie verfügen über vielfältige Inventare
hilfreicher Interventionsmethoden. Diese unterschiedlichen Methoden
haben sich erstaunlicherweise bisher nur wenig berührt. Immerhin ist
die hypnotische Trance ein wirksamer Zugang zu unwillkürlichen
Reaktionen, die in der Sexualität eine wichtige Rolle spielen.
Das Potential, das sich aus einer gegenseitigen Befruchtung ergeben
kann, ist mit den bisherigen Ansätzen noch lange nicht ausgeschöpft.
Das ist der Reiz dieses Workshops. Ulrich Clement und Dirk Revenstorf
stellen die jeweils favorisierten Methoden ihres Ansatzes vor und
kommentieren sie gegenseitig. Anhand von Simulationen, Rollenspielen
und Fallbeispielen wird gezeigt, wie sich die beiden Methoden ergänzen
und inspirieren können.
Das Seminar eignet sich für fortgeschrittene Teilnehmer, die die Grundlagen der systemischen und/oder der Hypnotherapie kennen.
Außenbeziehungen stellen das Vertrauen und die Verbindlichkeit der
Partnerschaft in Frage. Sie werden vom betrogenen Partner als kränkend
und bedrohlich erlebt. Gleichzeitig haben Liebesaffären eine große
Faszination.
Dieses Dilemma führt dazu, dass nichtmonogame Beziehungen heimlich und
konfliktbeladen gelebt werden. Daraus entstehen kritische Fragen: Was
ist der Wert, was ist der Preis von Offenheit? Wie kann verlorenes
Vertrauen wiederhergestellt werden? Was ist notwendig, um aus der Krise
eine Chance zu machen?
Thema dieses Workshops ist die therapeutische Behandlung von aktuellen
und vergangenen, phantasierten und realen Nebenbeziehungen. Mithilfe von
Fallvignetten, Demonstrationen und Rollenspielen werden hilfreiche
Haltungen, geeignete Skills und nützliche Interventionen vermittelt.
Paardynamik und sexuelle Verwicklungen sind im Film wie in Therapien
nicht nur hochbrisante Sujets zwischen den beteiligten Akteuren. Sie
lösen auch im Zuseher bzw. Zuhörer starke Resonanzen aus. Anderen beim
Sex im Film zuzusehen, bringt den Zuseher in eine zwiespältige
Situation. Einerseits sich dem Reiz des luzid Ent-Tabuisierten zu
öffnen, andererseits diesem Reiz in einer Community of Emotions zu
erliegen.
Lernziel des Seminars ist es, anhand von Filmen den Blick auf das
Sexuelle zu analysieren und professionell zu nutzen. Anhand der
intuitiv-methodischen Analyse ausgewählter Filmbeispiele, lernen die
Teilnehmer entlang der Szene mit ihrer eigenen Sexualität bewusst in
Resonanz zu gehen und danach das Ergebnis der Selbstreflexion in
therapeutischen Prozessen einzusetzen.
Es wird ein systemisches Konzept von Sexualtherapie vorgestellt, das
nicht die sexuelle Funktion, sondern die Differenz des sexuellen
Begehrens der Partner zum Fokus des Störungsverständnisses und der
therapeutischen Interventionen macht. Die Entwicklung der beiden
unterschiedlichen sexuellen Profile und die daraus sich ergebende
Paardynamik eröffnen eine praktische Perspektive, wie sich
Paarbeziehungen aus der Falle des kleinsten gemeinsamen sexuellen
Nenners befreien können und wie in einem teilweise paradoxen Prozess
eine neue erotische Gemeinsamkeit entstehen kann.
Zusammen mit konzeptionellen Inputs werden spezifische
Interventionstechniken geübt. Das Seminar ist praxisbezogen und bietet
ausgiebige Übungs- und Reflektionsmöglichkeiten.
Weiterlesen und
Anmeldung für den 23.-25.02.15 oder
Warteliste für den 26.02.-18.02.15
Das Jahresprogramm der Park-Klinik Sophie Charlotte in Berlin-Charlottenburg befaßt sich mit Aspekten der Sexualität in der Psychiatrie und Psychotherapie. Am 26.10.2010, 20h spreche ich über "systemische Sexualtherapie. Grundzüge und aktuelle Erfahrungen. Ort: Park-Klinik, Heubnerweg 2, 14059 Berlin. Informationen auf der Website: http://www.klinik-sc.de/aktuell/mittwochsgespraech/26102011/print.html